Helga Grundke (geb. Jaletzky)

In Breslau am 20. Juli 1900 geboren und aufgewachsen, fing Helga schon in frühen Jahren mit dem Ballett tanzen an. Diese Leidenschaft entwickelte sich schon sehr bald zur Selbständigkeit und so fing sie an die Mädchen in ihrer Heimatstadt für wenig Geld in ihrer eigenen Ballettschule zu trainieren.

Nachdem sie in den 20er Jahren ihre beiden Töchter zur Welt brachte, bildete sie weiterhin junge Damen zu Balletttänzerinnen aus und nahm ihre beiden Töchter Ingeborg und Gitta mit ins Boot.

Doch bald darauf kam der Krieg und sie mussten fliehen. Zuflucht fand Helga zusammen mit ihrer hochschwangeren Tochter Ingeborg bei ihrer Schwester in Eschenbach. Nachdem auch die zweite Tochter Gitta aus dem Krankenhaus in Breslau entlassen wurde und ebenfalls in die Oberpfalz floh, wanderte die Familie Grundke weiter nach Weiden und versuchte dort ihr Glück aufs Neue.

Mit 47 Jahren versuchte sie erneut eine Ballettschule in dem Provinzörtchen zu eröffnen und bekam Unterstützung von Ingeborg. Einige Zeit später übernahm Ingeborg die Schule komplett und widmete ihr Leben nun ganz dem Tanzen und ihrer eigenen Familie.

Nach einem erfüllten Leben mit der Kunst des Tanzens verstarb Helga am 12.10.1975 an Brustkrebs.


Ballettmeisterin Ingeborg Höllriegl (geb. Grundke)

Von Kindesbeinen an bis zu ihrem jähen Tod, war Tanz und Musik das beherrschende Element in ihrem Leben. Am 23.05.1924 in Breslau geboren, trat sie schon mit vier Jahren in die Ballettschule ihrer Mutter Helga Grundke ein. Mit 12 Jahren begann ihre Ausbildung an den „Meisterstätten für Tanz“ in Berlin und nach zweijährigem Studium wurde sie eine der jüngsten Ballettmeisterinnen ihrer Zeit. Es folgten Engagements an verschiedenen Bühnen u. a. in Berlin, Breslau und Brandenburg.

Durch die Vertreibung aus ihrer Heimatstadt Breslau kam sie 1945 hochschwanger mit ihrer Mutter nach Eschenbach. 1947 wurde sie Ballettmeisterin am damaligen Metropol-Theater in Weiden. Am 04.03.1950 heiratete sie Hans Höllriegl und übernahm 1952 die Ballettschule ihrer Mutter in Weiden.

In mühevoller Kleinarbeit, teils unter widrigen Umständen, wurde so behutsam versucht, die damals noch dunkelste Provinz langsam an die hohe Kunst des Tanzes zu gewöhnen. Der Unterricht musste in Nebenräumen von Gaststätten durchgeführt werden, bis erst 1973 gelang in eigene Räumlichkeiten unterzukommen.

Da nun der Begriff „Ballett“ in Weiden einen guten Klang hatte, zog es nun die Konkurrenz herbei. Da wurde der staunenden Öffentlichkeit offeriert, dass nun endlich auch in Weiden Ballettunterricht durchgeführt wird, wohlwissend geschwiegen, dass dies ja bereits seit 1948 der Fall ist. Die besten Tänzerinnen wurden abgeworben und der Schmerz darüber lastete schwer auf der enttäuschten Seniorchefin. Von nirgendwo erfuhr sie Unterstützung und so stürzte sie sich noch mehr in schwere Arbeit junge Tänzerinnen heranzubilden.

Ein damals oft zitierter Satz von ihr lautete:

„Arbeit bekommst du geschenkt – Neid musst du dir schwer erarbeiten!“

Über Jahrzehnte hinweg prägte sie mit den Aufführungen der Garde und der Tanzpaare den Weidner Fasching. Auch die Faschingsvereine in Vohenstrauß, Neustadt/WN, Windischeschenbach, Tirschenreuth und Marktredwitz bauten auf sie und ernannten sie zur Ehrensenatorin. Am 17.02.1990 hätte sie von der Weidner Feuerwehr für die Einstudierung des 20. Männerballetts besonders geehrt werden sollen.

Das Ergebnis ihres Unterrichts bei ihren Ballettschülerinnen, in den unzähligen Tanzkursen der Gymnasien und Realschule, ihrer Einstudierungen bei fast allen Faschingsgarden der Nordoberpfalz musste einfach perfekt sein. Dafür schonte sie sich nicht: nachmittags Ballettschule, abends Tanzkurse und nachts die Garden. Dazu die Vorbereitungen für den Ballettabend ihrer Schülerinnen und für die Feier zum 60-jährigen Bestehen des Tanzstudios Höllriegl.

Dass die Mehrbelastung für ihren überbeanspruchten Körper zu viel war zeigte sich am 09.02.1990 während des Unterrichts, als sie mit dem Drehen einer Pirouette zusammenbrach. Sofort wurde sie ins Städtische Krankenhaus eingeliefert, doch verstarb sie bereits zehn Stunden später.

Der hinterbliebenen Familie blieb nur in ihrem Sinne weiterzuarbeiten. Tochter Claudia hat nicht nur die Begabung ihrer Mutter geerbt, sie hat auch die Berufung für diesen so schweren aber auch schönen Beruf.


ADTV-Tanzlehrerin Claudia Höllriegl

Als Zweitjüngste einer großen überall bekannten Familie wuchs Claudia mit 5 Geschwistern in Weiden auf. Bereits mit vier Jahren stand sie schon im Ballettunterricht ihrer Mutter Ingeborg und versuchte jahrelang den strengen Anforderungen nachzukommen um letztendlich das zu erreichen, was sie heute ist.

Doch dass es etwas Anderes als Ballett gab, erkannte sie erst in der zehnten Klasse durch ihren eigenen Schülertanzkurs. Nachdem sie mit ihrem Tanzpartner weitergemacht hatte und die teilweise schweren Medaillentests mit Bravur absolvierte, trat Claudia 1978 die zweijährige Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin wie ihre Schwester in Nürnberg in der damaligen Tanzschule Krebs an.

Selbst als sie im Juli 1980 die Ausbildung als Drittbeste in Süddeutschland beendete, tanzte Claudia weiterhin in den Ballettstücken ihrer Mutter mit. Nach einem Jahr Arbeit in der Tanzschule Pelzer in Schweinfurt kehrte sie zurück nach Weiden und half ihrer Familie, das Geschäft zu leiten.

1983 begann sie aus Neugier eine Formation einzustudieren. Mit der Lateinformation „West Side Story“ fing somit die Ära der Formationsshows und Einstudierungen an. Rock’n’Roll wurde ab `84 ihre Leidenschaft und Claudia wirkte 14 Jahre lang selber in diesen Formationen mit. Alle zwei Jahre kam sie mit einem neuen Stück, bis man sie 1989 auf Wunsch ihrer besten Freunde und treuesten Kunden beauftragte auch eine Standardformation zu erschaffen. Seitdem beehrte sie dem Publikum mit ihren Shows auf den verschiedensten Veranstaltungen wie dem Stadtball, Blumenball, ihren eigenen Abschlussbällen, sowie auf den Sommerserenaden.

Aber die glückliche Zeit des Tanzens findet auch irgendwann sein Ende. Am 09.02.1990 verstarb die Ballettmeisterin und Seniorchefin Ingeborg Höllriegl und hinterließ ihrer Tochter das Geschäft. Somit blieb Claudia nichts Anderes übrig als mithilfe ihres Vaters die Tanzschule Höllriegl zu übernehmen. Den seit längeren vorbereiteten Ballettabend widmete man der verstorbenen Lehrmeisterin und das 60-jährige Jubiläum blies man ab.

Es war eine schwere Zeit für die Tochter Claudia, denn urplötzlich stand sie ganz allein vor einem Haufen Arbeit, welche man vorher zu zweit aufgeteilt hatte. Die Ballettkinder ihrer Mutter vertröstete sie bereits nach einem halben Jahr mit einer Ersatzlehrerin, welche ihr die Kinder komplett übernommen und letztendlich abgeworben hatte.

Den Ansprüchen der Kunden, Direktoren und ihrem Vater gerecht werdend, bildete sie sich weiter fort und besuchte seit jeher den alljährlichen Tanzlehrerkongress.

Um den Faschingsgeist ihrer Mutter weiterleben zu lassen, studierte sie bis weithin nach ihrer Schwangerschaft die Weidner, Vohenstraußer und Neustädter Faschingsgarden ein.

1996 beschloss Claudia das untere Studio 1 hinter sich zu lassen und in den 2. Stock zu ziehen. Das Höllriegl – der berühmte Samstagsdiscoabend, über den bis weit über die Oberpfalz hinaus gesprochen wurde – fand mit dem Tod ihres Bruders Happe 1998 bald darauf ein Ende.

Obwohl sie schwanger war, hielt sie das nicht von ihrer Arbeit ab. Bis wenige Tage vor der Geburt ihrer Tochter Emilie hat sie weiterhin für ihr Geschäft gelebt und mit der Entlassung aus dem Krankenhaus ging sie wieder in die Vollen – diesmal mit kleinem Anhängsel.

Seitdem schafft es Claudia immer wieder die Menschen fürs Tanzen zu begeistern und bringt immer etwas Neues aufs Parkett – vor allem bei den Sommerserenaden. Bis heute ist Claudia stolz darauf mitwirken zu dürfen und dem Publikum jedes Jahr aufs Neue ihre einstudierten Stücke für eineinhalb Stunden zeigen zu können.


Auszubildende Emilie Höllriegl

Geboren am 07. Januar 1999 betrat die 4. Generation der Tanzschuldynastie Höllriegl die Bühne. Zwar begann sie auch im Vorschulalter mit dem Tanzen in Form von Steppen, Kinder Hip-Hop und Ballett, dennoch hörte Emilie bereits nach wenigen Jahren wieder damit auf.

Auf der Suche nach einem Hobby versuchte sie jahrelang vergeblich jegliche Sportarten. Dabei wurde sie vom Tanz weiterhin begleitet, war Tag und Nacht im Studio und studierte schon im Grundschulalter kleinere Stücke ein. Es war wie ihr zweites zu Hause und die Besucher der Tanzschule waren wie ihre Familie. Doch, dass das Tanzen ihre Bestimmung ist, realisierte sie erst mit ihrem eigenen offiziellen Abschlussball.

Von diesem Moment an engagierte sie sich mehr vom Tanzen zu lernen, ihrer Mutter zu helfen und das Tanzstudio besser kennenzulernen – endlich auch mit Erfolg.

Seit 2013 half Emilie in den Schülerkursen Weidens mit. Kurz darauf wurde sie offiziell ins Tanzschul-Team aufgenommen und arbeitet seitdem sehr hart daran die neuen Theker und Vortänzer einzulernen.

Auf den Sommerserenaden übernahm sie die Moderation von ihrem Opa auch schon 2013.

Im selben Jahr sprang Emilie für eine längerfristig erkrankte Dame in der Latein-B Formation ein und landete im darauffolgenden September schon in der Latein-A Formation. Gleichzeitig begann sie im November mit der ersten Einstudierung eines B-Teams, was zuvor die Aufgabe ihrer Mutter Claudia war. Sie sah beim Einstudieren die Begeisterung ihres Kindes und gab das jährliche Neueinstudieren an ihre Tochter ab.

Es dauerte nicht lang bis Emilie ihre Leidenschaft auch auf die Standardtänze übertragen hatte und trat so 2015 der Standardformation bei.

Aber ihre Vorliebe begrenzte sich nicht nur auf den Gesellschaftstanz, sondern erweiterte sich auch auf die Solotänze. So leitete sie ihren ersten Hip-Hop Kurs und brachte die gebrachte Leistung auf der Serenade 2015 auf die Bühne und sprang auch wieder im Stepptanz ein.

Nach ihrem Schulabschluss und einem Jahr entfernt vom Tanzen, entschied sich Emilie doch in der Tanzschule Höllriegl einzusteigen und trat im September 2016 die dreijährige Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin, genauso wie ihre Mutter, in Nürnberg im Tanzzentrum Krebs an.



Stand: 14.07.2017


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